Hashimoto-Krankheit ist eine chronische Autoimmun-Thyreoiditis, bei der das Immunsystem abnormal viele Antikörper produziert, hauptsächlich Anti-TPO. Dies führt zu einer fortschreitenden Schädigung der Schilddrüse. Als Folge davon entwickelt sich in der Regel eine dauerhafte Hypothyreose. Die Erkrankung tritt häufiger bei Frauen auf, und die Symptome können chronische Müdigkeit, Gewichtszunahme, trockene Haut und Haarausfall sein.
Zu den wichtigsten Faktoren, die zur Entstehung der Krankheit beitragen, gehören genetische Veranlagung, Autoimmunerkrankungen und Umweltfaktorenwie zum Beispiel chronischer Stress oder frühere Infektionen. Eine wachsende Zahl von Forschungsergebnissen legt nahe, dass Mikrobiota kann die Entwicklung von Autoimmunkrankheiten, einschließlich der Hashimoto-Krankheit, beeinflussen, indem es das Immunsystem beeinträchtigt.
Das Krankheitsbild kann unter anderem folgende Merkmale aufweisen:
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- anhaltende Müdigkeit und Schläfrigkeit,
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- Gewichtszunahme trotz unveränderter Ernährung,
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- Trockenheit der Haut und der Haare sowie Haarausfall,
Die Diagnose basiert auf Labortests, einschließlich der Bestimmung des Schilddrüsenhormonspiegels (TSH, FT3, FT4) und Antikörper (Anti-TPO, Anti-TG), sowie bei einer Ultraschalluntersuchung der Schilddrüse.
Die Behandlung besteht in der Regel aus einer kontinuierlichen Einnahme von levothyroxin um den Mangel an Schilddrüsenhormonen auszugleichen und die Schilddrüsenfunktion zu normalisieren. Unterstützend wird eine entzündungshemmende Ernährung empfohlen, oft unter individueller Berücksichtigung möglicher Nahrungsmittelunverträglichkeiten, sowie eine ausreichende Versorgung mit Zutaten wie Selen, Zink i Vitamin D3.
Hashimoto-Krankheit kann lange Zeit ohne offensichtliche Symptome verlaufen und allmählich zu einer Schädigung der Schilddrüse führen, weshalb regelmäßige Kontrolluntersuchungen wichtig sind.