Urtikaria Es handelt sich um eine Hautreaktion, die sich durch das plötzliche Auftreten von juckenden Bläschen und Hautrötungen äußert. Die Hautveränderungen können unterschiedlich groß sein, wandern oft schnell weiter und klingen in der Regel innerhalb weniger Stunden oder Tage von selbst ab, ohne bleibende Spuren zu hinterlassen.
Die häufigste Ursache für Nesselsucht ist allergische Reaktion, die Symptome können jedoch auch durch Medikamente, Infektionen, physikalische Einflüsse (z. B. Kälte, Wärme, Druck oder Sonneneinstrahlung), Stress oder den Kontakt mit Reizstoffen ausgelöst werden. Je nach Dauer der Symptome unterscheidet man zwischen akuter und chronischer Urtikaria.
Ein charakteristisches Symptom sind juckende, urtikarielle Bläschen mit deutlich abgegrenzten Rändern, die mit einem Brennen oder einem Spannungsgefühl der Haut einhergehen können. Bei einigen Betroffenen tritt zudem eine Angioödem-Schwellung auf, die tiefere Schichten der Haut und des Unterhautgewebes betrifft, meist im Bereich der Augenlider, Lippen oder des Rachens.
Hautveränderungen im Verlauf einer Nesselsucht hinterlassen in der Regel keine Narben. Bei starkem Kratzen oder einer begleitenden Hautentzündung können bei manchen Menschen jedoch postinflammatorische Hyperpigmentierung, die mit der Zeit allmählich verblassen.
Die Diagnose einer Urtikaria basiert auf der Anamnese und der Beurteilung der Hautveränderungen. Die Behandlung hängt von der Ursache der Beschwerden ab und umfasst in erster Linie die Vermeidung der auslösenden Faktoren sowie die Einnahme von Antihistaminika. Bei schweren oder wiederkehrenden Symptomen können weitere Untersuchungen und eine fachärztliche Konsultation erforderlich sein.